Detroit: Become Human ist ein narratives, interaktives Drama von Quantic Dream, das die Grenze zwischen Mensch und Maschine thematisiert. In einer nahen Zukunft, in der Androiden zum festen Bestandteil des Alltags gehören, erzählt das Spiel die Geschichten dreier künstlicher Protagonist:innen – Kara, Connor und Markus – deren Entscheidungen den Verlauf einer gesellschaftlichen Revolution mitbestimmen.
Spieler lenken die Handlung aktiv durch dialogbasierte Entscheidungen, moralische Dilemmata und Quick-Time-Events. Jede Wahl hat Konsequenzen: Charaktere können sterben, Wege sich verzweigen, ganze Kapitel unterschiedlich verlaufen. Diese Struktur verleiht dem Spiel eine enorme narrative Tiefe und einen hohen Wiederspielwert.
Thematisch greift Detroit: Become Human komplexe Fragen auf: Was macht ein Wesen menschlich? Wo endet Programmierung und wo beginnt freier Wille? Wie sieht Gleichheit in einer technologisierten Gesellschaft aus? Dabei bleibt das Spiel emotional zugänglich, mit eindrucksvoll inszenierten Szenen, starker Musik und filmreifer Grafik.
Besonders hervorzuheben ist die Detailverliebtheit in Welt und Charakteranimationen sowie die schauspielerische Leistung des Motion-Capture-Casts. Trotz einiger erzählerischer Klischees gelingt es dem Spiel, eine fesselnde, moralisch ambivalente Geschichte zu erzählen.
Detroit: Become Human ist ein interaktiver Thriller, der zum Nachdenken anregt – über Empathie, Kontrolle und das Menschsein im Zeitalter der Maschinen.
