Kategorie: Uncategorized

  • Super Mario 64

    Super Mario 64

    Mit Super Mario 64 begann 1996 eine neue Ära für Nintendo – und für das gesamte Medium Videospiel. Als Launch-Titel für das Nintendo 64 setzte Marios erstes 3D-Abenteuer damals Maßstäbe in Sachen Leveldesign, Kameraführung und Steuerung. In der Super Mario 3D All-Stars Collection für die Switch kehrt dieser Meilenstein nun in hochskalierter Form zurück und bietet Gelegenheit, einen echten Klassiker neu zu erleben oder zum ersten Mal zu entdecken.

    Spieler:innen schlüpfen erneut in die Rolle von Mario, der sich durch die weitläufigen Welten des Pilzpalasts bewegt, um Power-Sterne zu sammeln und Prinzessin Peach aus Bowsers Klauen zu befreien. Die Level sind als Gemälde angelegt und lassen sich Stück für Stück durch neue Fähigkeiten, geheime Pfade und clever platzierte Herausforderungen erschließen.

    Trotz seines Alters besitzt Super Mario 64 nach wie vor eine enorme Faszination. Die präzise Steuerung, das offene Leveldesign und der Pioniergeist des Spiels wirken auch heute noch erstaunlich frisch – auch wenn die Switch-Version auf moderne Komfortfunktionen wie eine frei steuerbare Kamera oder überarbeitete Texturen verzichtet. Als Teil der 3D All-Stars Collection zeigt sich: Gute Spielideen altern nicht – sie werden zu zeitlosen Klassikern.

  • Metroid Dread

    Metroid Dread

    Metroid Dread markiert die triumphale Rückkehr der klassischen 2D-Metroid-Reihe – und das nach fast zwei Jahrzehnten Wartezeit. Als direkter Nachfolger von Metroid Fusion schließt das Spiel die langjährige „Metroid“-Hauptstory rund um Kopfgeldjägerin Samus Aran ab und bringt gleichzeitig frischen Wind in das traditionsreiche Genre, das es einst mitbegründete: das „Metroidvania“.

    In Dread verschlägt es Samus auf den geheimnisvollen Planeten ZDR, wo sie einem mysteriösen Notruf nachgeht und schon bald nicht nur auf alte Feinde, sondern auch auf eine neue, tödliche Bedrohung stößt: die E.M.M.I.-Roboter. Diese erbarmungslos jagenden Maschinen sorgen für eine bedrohliche Atmosphäre und verleihen dem Gameplay einen völlig neuen Survival-Touch. Doch Metroid Dread bleibt zugleich der DNA der Serie treu: schnelles, präzises Platforming, clevere Upgrades, ein verwinkeltes Kartendesign und das schrittweise Erschließen neuer Bereiche durch Fähigkeiten wie den Morph Ball oder den Grapple Beam.

    Technisch beeindruckt das Spiel mit butterweichem 60-FPS-Gameplay, scharfen Animationen und einem düsteren Sci-Fi-Stil, der hervorragend zur Stimmung passt. Für Neulinge wie Veteran:innen ist Metroid Dread ein Meilenstein – und für viele der beste Beweis dafür, dass auch 2D-Spiele im modernen Gaming-Zeitalter noch Relevanz und Strahlkraft besitzen.

  • Pikmin 2

    Pikmin 2

    m Rahmen der Pikmin 1+2 Collection für die Nintendo Switch erlebt Pikmin 2 sein Comeback – und bietet eine willkommene Gelegenheit, Nintendos einzigartige Mischung aus Echtzeit-Strategie, Puzzle-Design und charmantem Mikrokosmos neu oder erneut zu entdecken. Während der erste Teil noch unter einem strikten Zeitlimit stand, geht Pikmin 2 spielerisch neue Wege: Es entfernt die Tagesbeschränkung für das Erreichen der Hauptziele, führt dafür aber komplexere Höhlensysteme, neue Pikmin-Arten und den kooperativen Zwei-Kapitän-Modus ein.

    Als Captain Olimar kehrt man mit dem tollpatschigen Louie an seiner Seite zurück auf den inzwischen vertrauten Planeten, diesmal mit dem Ziel, Schätze zu bergen und die finanzielle Rettung ihrer Heimatfirma sicherzustellen. Die Welt wirkt zugleich vertraut und überraschend, mit neuen Gefahren, kreativen Bosskämpfen und einem merklich höheren Fokus auf Erkundung und taktische Tiefe.

    Technisch bleibt die Switch-Version zwar nah am GameCube-Original, punktet aber mit sauberem HD-Bild, überarbeiteter Steuerung und flüssigem Gameplay im Handheld- wie TV-Modus. Trotz seines Alters zeigt Pikmin 2 auch heute noch, wie kreativ, eigenständig und anspruchsvoll Nintendo-Design sein kann – gerade im direkten Vergleich zum oft unterschätzten ersten Teil entfaltet es seine volle Stärke.

  • Pokemon Scarlet

    Pokemon Scarlet

    Mit der Veröffentlichung von Pokémon Karmesin auf der Switch 2 kehrt Game Freaks offene Pokémon-Welt in überarbeiteter Form zurück – technisch optimiert, inhaltlich erweitert und erstmals mit dem Potenzial, das ursprüngliche Konzept wirklich zur Geltung zu bringen. Bereits die ursprüngliche Version auf der ersten Switch sorgte 2022 für Aufmerksamkeit: Sie bot eine frei erkundbare Welt, drei Handlungsstränge zur Auswahl und eine neue Generation von Pokémon. Gleichzeitig wurde sie für technische Mängel und Performance-Probleme kritisiert. Die Switch-2-Version will genau dort ansetzen – und liefert eine runderneuerte Spielerfahrung.

    In der Rolle eines jungen Trainers oder einer jungen Trainerin erkundet man die Region Paldea, die sich lose an der Iberischen Halbinsel orientiert. Dabei steht es einem frei, in welcher Reihenfolge man Arenaleiter:innen herausfordert, legendären Pokémon begegnet oder mysteriöse Titanen aufspürt. Neu in der Switch-2-Version sind flüssigere Animationen, deutlich verbesserte Grafik und überarbeitete Texturen – dazu zusätzliche Nebeninhalte und ein überarbeitetes Endgame.

    Mit der neuen technischen Basis und sinnvollen Ergänzungen schöpft Pokémon Karmesin nun viel mehr von dem Potenzial aus, das es von Anfang an versprach. Ob das reicht, um es in den Olymp der Pokémon-Hauptspiele zu katapultieren, wird dieses Review klären.

  • Captain Toad Treasure Tracker

    Captain Toad Treasure Tracker

    Captain Toad: Treasure Tracker ist ein charmantes Puzzle-Abenteuer, das ursprünglich 2014 für die Wii U erschien und später in einer überarbeiteten Version den Weg auf die Nintendo Switch fand. In der Hauptrolle: Captain Toad, der mutige, aber wenig sprungfreudige Pilzkopf, den viele bereits aus den Super Mario Galaxy– und 3D World-Spielen kennen. Anders als sein berühmter Kollege Mario verzichtet Captain Toad auf akrobatische Manöver und muss stattdessen mit Köpfchen und Geschick durch eine Vielzahl liebevoll gestalteter Miniatur-Level navigieren.

    Jedes Level ist wie ein interaktives Diorama aufgebaut – kompakt, detailreich und voller geheimer Pfade und cleverer Mechaniken. Dabei sorgt die isometrische Perspektive in Kombination mit der drehbaren Kamera dafür, dass Spieler:innen immer wieder ihre Perspektive ändern müssen, um Rätsel zu lösen und versteckte Schätze zu entdecken. Die Switch-Version bietet neben einer verbesserten Steuerung auch neue Inhalte, unter anderem Level, die auf Super Mario Odyssey basieren.

    Mit seinem farbenfrohen Look, dem entschleunigten Gameplay und dem kindgerechten Humor richtet sich das Spiel an ein breites Publikum – von jüngeren Spielern bis hin zu erfahrenen Nintendo-Fans. Doch hinter der niedlichen Fassade verbirgt sich ein überraschend forderndes Puzzle-Erlebnis, das mehr Tiefgang bietet, als man auf den ersten Blick vermutet.

  • The Legend of Zelda: Breath of the Wild

    The Legend of Zelda: Breath of the Wild

    The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist weit mehr als nur ein weiterer Teil einer traditionsreichen Spielereihe – es ist ein Meilenstein. Als das Spiel 2017 gemeinsam mit der Nintendo Switch erschien, markierte es nicht nur den Beginn einer neuen Konsolengeneration, sondern auch eine radikale Neuausrichtung für das Zelda-Franchise. Nintendo war mutig genug, vertraute Strukturen über Bord zu werfen: klassische Dungeons, lineares Storytelling, das bewährte Fortschrittssystem über Dungeon-Items – all das wich einer offenen Welt, die den Spielenden Freiheit schenkt wie nie zuvor.

    Das Ergebnis ist ein Spiel, das man nicht einfach spielt, sondern erlebt. Die Spielmechanik, geprägt von physikbasierten Systemen und kreativen Runen-Fähigkeiten, sorgt für ein dynamisches Zusammenspiel aus Kämpfen, Rätseln und Erkundung. Atmosphärisch überzeugt das Spiel durch zurückhaltende Musik, detailverliebte Soundkulisse und eine stille, fast meditative Welt. Auch wenn nicht jede Entscheidung unumstritten ist – etwa die Divine Beasts als Dungeon-Ersatz oder die fragmentierte Story – so trägt doch jede Veränderung dazu bei, Breath of the Wild zu dem zu machen, was es ist: ein mutiger, fast revolutionärer Titel.

    Dieses Review geht dem nach, was Breath of the Wild so besonders macht – und wo es vielleicht doch hinter seinen eigenen Ansprüchen zurückbleibt.

    Gameplay

    The Legend of Zelda: Breath of the Wild stellt in Sachen Spielmechanik in vielerlei Hinsicht eine dramatische Abkehr von der klassischen Zelda-Formel dar – doch vielleicht ist diese Abkehr weniger radikal, als man zunächst meinen könnte. Im Kern finden wir ein sehr klassisches Action-Adventure mit starken RPG-Elementen vor. Wir haben Waffen mit unterschiedlichen Schadenswerten, können Spirit Orbs in Herzcontainer oder Ausdauer investieren und führen Kämpfe gegen unterschiedlich starke und schnelle Gegner. Dabei greifen wir auf das bekannte Z-Targeting zurück und können mit dem Bogen per Gyro-Aiming zielen – im Fall eines Luftangriffs sogar in Zeitlupe.

    Das alles ist für sich genommen nicht neu – aber für Zelda zum Teil schon. Und in dieser Kombination, mit diesem Grad an Feinschliff, entsteht etwas Besonderes.

    Der wahre Star ist jedoch die mit allen Systemen des Spiels verwobene Physik-Engine. Unser Feuerschwert emittiert, genau wie eine Fackel, Hitze. Hitze lässt Feuer brennen. Feuer breitet sich auf bestimmten Untergründen aus und erzeugt Aufwinde, die wir mit dem Gleiter nutzen können. Metallische Waffen werden von Blitzen angezogen und lassen sich wie Kabel verwenden, um elektrische Geräte mit Energiequellen zu verbinden. Wasser leitet Strom oder kann gefrieren. Gefrorene Gegner können zersplittern, wenn sie mit stumpfen Waffen oder Explosionen getroffen werden. Sagenhaft.

    Doch damit geben sich die Entwickler nicht zufrieden. Als Krönung bekommen wir vier weitere Mechaniken spendiert – die Runen, die wir über unseren Shiekah-Stein einsetzen. Die Bomben sind dabei noch die konventionellsten, da sie bekannte Mechaniken lediglich in die Logik von Breath of the Wild übertragen. Kryonis lässt uns Eisblöcke aus Wasserflächen erschaffen, was nicht nur beim Überqueren von Gewässern hilft, sondern auch kreative Rätsellösungen ermöglicht. Magnesis erlaubt es, metallische Gegenstände zu erfassen und zu bewegen – etwa um Tore zu öffnen, Brücken zu bauen oder Objekte zu zerschmettern. Die Wechselwirkung mit der Physik-Engine ist hier besonders gelungen. Stasis kann Gegenstände in der Zeit einfrieren. Dadurch wird nicht nur der Rätselaspekt bedient – durch gezielte Schläge lässt sich Momentum aufbauen, das sich beim Ende der Stasis-Phase auf einen Schlag entlädt. Ganz großes Kino.

    All diese Mechaniken greifen ineinander und schaffen einen Spielkasten voller Möglichkeiten, den Nintendo selbst als „multiplikatives Gameplay“ beschreibt. Diese Möglichkeiten können wir in der Spielwelt frei nutzen – und wir brauchen sie auch, etwa für die meisten der 120 Rätselschreine sowie die vier Divine Beasts, welche die klassischen Dungeons ersetzen.

    Und hier kommen wir zum kritischen Teil: Die Divine Beasts sind großartig als Mittel des Environmental Storytelling und machen auch spielerisch einiges her. Doch sie können die klassischen Dungeons nicht voll ersetzen. Hätten wir die vier Beasts im ersten Akt bezwungen und später – beispielsweise im letzten Drittel – noch drei klassische Dungeons erforscht, wären wir im 10/10-Territorium. So aber bleibt verständlich, dass viele Fans den alten Dungeons nachtrauern. Die Beasts sind zu kurz, zu leicht und zu eintönig, da sie sich die Farbpalette mit den Schreinen teilen.

    Auch das Kampfsystem ist nicht makellos. Die Schwierigkeit skaliert nicht sauber: Anfangs ist das Spiel bockschwer, später werden viele Gegner – mit Ausnahme der Leunen – zur bloßen Randnotiz. Das ist allerdings kein Drama. Auch die oft kritisierte Waffenhaltbarkeit hat mich persönlich kaum gestört. Zu leicht findet man neuen Nachschub, und sie zwingt zur ständigen Anpassung – was wiederum zum explorativen Charakter des Spiels passt.

    Breath of the Wild hebt die Zelda-Reihe in Sachen Gameplay auf ein völlig neues Level und erschafft eine Gameplay-Loop aus Erkunden, Rätseln und Kämpfen, die bis heute kein einziger Klon auch nur ansatzweise replizieren konnte.

    Visuals

    n Sachen Artstyle kulminiert die gesamte Erfahrung von fünf 3D-Zelda-Spielen auf der Heimkonsole in diesem Ergebnis. Wir sehen Anklänge an das Cel Shading aus Wind Waker – etwa bei den Charaktermodellen und den simplen, klaren Schattenwürfen. Gleichzeitig erinnert das Spiel mit seinen malerischen Landschaften an Skyward Sword, während Architektur und Umgebung oft realistisch angehaucht sind, wie man es aus Twilight Princess oder sogar den N64-Spielen kennt.

    All das wird präsentiert in nativer 4K-Auflösung bei stabilen 60 FPS. Einige Texturen wurden im Vergleich zur ursprünglichen Switch-Version durch höher aufgelöste Varianten ersetzt, und auch die Draw Distance wurde moderat erweitert. Im Großen und Ganzen bleibt man jedoch dem Look von 2017 treu – und der war ja schon damals überaus gelungen.

    Auf hochdetaillierte Vegetation wie in Horizon Forbidden West müssen wir zwar weiterhin verzichten, doch auch so macht das neue, alte Zelda visuell einiges her und ist eine wahre Freude fürs Auge. Besonders erfreulich: Die Framerate bleibt auch in notorisch anspruchsvollen Gebieten wie dem Lost Woods oder der verregneten Passage auf dem Weg zur Stadt der Zora durchgehend stabil – ein klarer Fortschritt.

    Atmosphäre

    Breath of the Wild wirft uns ohne Erinnerungen in ein postapokalyptisches Setting, in dem wir uns meist allein und frei durch die Welt bewegen. Die kleinen Reste der Zivilisation, die sich in Dörfern über das Land verteilen, spenden Trost – und bieten obendrein die Gelegenheit, Loot loszuwerden oder neue Rüstungen zu kaufen, ehe wir uns wieder in die wilde, offene Welt hinauswagen.

    Die Musik ist dabei äußerst dezent. Auf unseren Reisen werden wir oft nur von sanftem Klaviergeklimper begleitet. Erst in wichtigen Dörfern und Städten, in Schreinen und Dungeons, während spezieller Kämpfe oder in Zwischensequenzen ertönt Musik im Stil klassischer Zelda-Spiele. Diese ist fast immer gut – manchmal sogar großartig – doch ein klein wenig vermisse ich die typischen Regionsthemen früherer Teile dann doch. Vielleicht hat man sich bewusst dagegen entschieden, weil die Gebiete nicht mehr so klar voneinander abgegrenzt sind und man deutlich mehr Zeit einfach in der offenen Welt verbringt.

    Wettereffekte, die Geräusche von Wasserquellen, Wind und Wildtieren sind daher unsere konstanten akustischen Begleiter. Auch die Lichtstimmung trägt wesentlich zur Atmosphäre bei – sei es bei Sonnenaufgang in den Bergen oder in düsteren Ruinen bei Regen.

    Breath of the Wild unterscheidet sich in Sachen Atmosphäre deutlich von früheren Zelda-Teilen – doch das bedeutet keineswegs, dass es schwächer wäre. Es ist einfach… anders. Und auf seine ganz eigene Weise genauso wirkungsvoll.

    Story

    Die Art des Storytellings ist vielleicht die größte – und mit Sicherheit die kontroverseste – Reform der Zelda-Reihe seit der Einführung der klassischen Formel in A Link to the Past. Wie bereits beschrieben, erwachen wir in einer mysteriösen technischen Einrichtung auf dem Great Plateau – ohne Erinnerungen an unsere Vergangenheit. Ein alter Mann nimmt uns dort zunächst unter seine Fittiche, erklärt grob die wichtigsten Spielmechaniken und überreicht uns schließlich den Gleiter, mit dem wir das Plateau verlassen können. Kurz darauf offenbart er uns, dass er in Wahrheit der letzte König von Hyrule war – und nun als Geist über das zerstörte Reich wacht.

    Von dort aus führt uns die Hauptquest nach Kakariko, wo die uralte Impa uns offenbart, dass wir hundert Jahre lang in einer Wiederbelebungskammer geschlafen haben. Während dieser Zeit hat die Verheerung Ganon das Königreich ins Chaos gestürzt. Prinzessin Zelda kämpft seither allein gegen das Böse – und hält es mit letzter Kraft im Inneren des Schlosses gebannt. Unsere Aufgabe: wieder zu Kräften kommen, die vier gigantischen mechanischen Bestien – die Divine Beasts – zurückerobern, unsere verlorenen Erinnerungen wiederfinden und Zelda zur Seite stehen.

    Die Divine Beasts gehörten einst den Recken – unseren engen Gefährten – und wurden nach der Katastrophe von Ganon korrumpiert. Unsere Erinnerungen an diese Zeit sind an Fotos auf unserem Shiekah-Stein geknüpft. Wenn wir die auf ihnen abgebildeten Orte aufsuchen, können wir Fragment für Fragment die Wahrheit über das Geschehene rekonstruieren.

    Jede Divine Beast ist eng mit einer Region Hyrules und ihren Bewohnern verknüpft. Bei den Zora kämpfen wir an der Seite von Prinz Sidon, um seine Schwester Mipha zu rächen, die Bestie Vah Ruta zu bezwingen und Miphas Seele zu befreien. Bei den Rito unterstützen wir einen mürrischen Vogelkrieger beim Angriff auf die fliegende Vah Medoh. Auch bei den kämpferischen Gerudo und den steinernen Goronen schließen wir uns tapferen Verbündeten an. Bevor wir die Bestien betreten, müssen wir sie gemeinsam schwächen – stets im Rahmen kleiner Questreihen mit abwechslungsreichem Gameplay.

    Diese Passagen sind gut inszeniert, spannend und bieten schöne Zwischensequenzen – wirken aber bei wiederholter Betrachtung leider auch recht formelhaft. Es fehlt die Varianz klassischer Dungeons, was fast ironisch wirkt: Die neue Struktur ist oft eintöniger als die alte, von vielen kritisierte Zelda-Formel je war. Gleichzeitig passt sich das Storydesign aber hervorragend dem Core-Gameplay des Spiels an – Erkunden und Hauptquest wirken wie zwei Seiten derselben Medaille.

    Hat man alle vier Bestien bezwungen und alle Erinnerungen gesammelt, steht der Höhepunkt des Spiels bevor: der Angriff auf Hyrule Castle. Als Ein-Mann-Armee kämpfen wir uns durch Wächter, Laserspinnen, Kerker und Katakomben bis hinauf zu Ganon. Der finale Kampf kombiniert geschickt die Fähigkeiten aller vier vorherigen Bosse. Und wer alle Erinnerungen wiedererlangt hat, wird mit einer Post-Credit-Szene belohnt, die zu den besten der ganzen Reihe zählt.

    Die nichtlineare Erzählweise ist im Gameplay eine Stärke – in der Story allerdings auch eine Schwäche. Wenn wir die Erinnerungen in „falscher“ Reihenfolge aufsammeln, wird das Ende möglicherweise vorweggenommen. Und weil theoretisch jeder Schritt zuerst gemacht werden kann, will sich ein echter Spannungsbogen oft nicht recht entwickeln. Dennoch: Dank der dichten Atmosphäre, guter Synchronsprecher und – für Nintendo-Verhältnisse – starker Zwischensequenzen liefert Breath of the Wild eine der gelungensten Geschichten der Serie ab.

    Umfang

    Viele behaupten, man brauche rund 100 Stunden, um Breath of the Wild wirklich zu erleben – aber das würde ich so nicht unterschreiben. Natürlich kann man problemlos 60 bis 80 Stunden in die Spielwelt investieren, doch genauso gut ist es möglich, bereits nach etwa 20 Stunden das „Secret Ending“ zu erreichen. Für ein Open-World-AAA-Spiel ist das bemerkenswert kompakt.

    Der Spielspaß skaliert dabei hervorragend mit dem investierten Aufwand. Es gibt eine Vielzahl von Nebenquests, und das Aufspüren aller 120 Schreine fühlt sich als Komplettierungsaufgabe lohnenswert und motivierend an. Und dann wären da noch die Koroks – kleine Waldgeister, von denen es sage und schreibe 900 Stück gibt. Ich persönlich habe nie mehr als 80 gefunden – und das war völlig in Ordnung. Man muss nicht alles machen, um das Gefühl zu haben, viel erlebt zu haben.

    Was ich sagen will: Breath of the Wild bietet enorm viel – aber es respektiert dabei stets die Zeit der Spielenden. Man bekommt genau so viel zurück, wie man hineinsteckt – und das ist eine Kunst, die nur wenige Open-World-Spiele wirklich beherrschen.

    Bonus

    Breath of the Wild hat ein neues Kapitel für die Reihe aufgeschlagen – und das mit durchschlagendem Erfolg: Es hat mehr Einheiten verkauft als die fünf großen 3D-Zelda-Spiele davor zusammen. Über 32 Millionen Exemplare gingen über die Ladentheke. Ganz nebenbei hatte es einen maßgeblichen Anteil daran, dass die Switch zu dem phänomenalen Erfolg wurde, der sie heute ist.

    Breath of the Wild hat die Serie neu erfunden und dabei vieles, was Zelda zuvor ausgemacht hat, über Bord geworfen. Und ja, ich trauere manchem davon nach – der dicht erzählten Geschichte, den klassischen Dungeons und dem sich über Dungeon-Items entwickelnden Gameplay. Doch dafür haben wir ein Maß an Freiheit bekommen, das man einfach nur bejubeln kann.

    Die alten Spiele verschwinden ja nicht. Hoffentlich fasst sich Nintendo irgendwann ein Herz und schenkt uns ein Remake von Ocarina of Time. Aber Breath of the Wild ist in jeder Hinsicht ein Kunstwerk. Selbst kreative Entscheidungen, mit denen ich nicht übereinstimme, führen in der Konsequenz zu etwas anderem, das ich auf keinen Fall missen möchte.

    Breath of the Wild ist nicht perfekt – aber es ist sehr nah dran. Ein absolutes Meisterwerk.

  • The Legend of Zelda: Wind Waker

    The Legend of Zelda: Wind Waker

    The Legend of Zelda: The Wind Waker ist ein besonderes Spiel. Als es 2002 erschien, spaltete der Cel-Shading-Look die Fangemeinde – doch rückblickend war das ein stilistischer Geniestreich. Auch über 20 Jahre später begeistert Wind Waker mit seiner charmanten Optik, seinem klugen Dungeon-Design und der unvergleichlichen Atmosphäre. In dieser Version erleben wir allerdings nicht die überarbeitete Wii U-Fassung, sondern die originale GameCube-Variante – samt 4:3-Format, invertierter Kamera und ohne Swift Sail. Das ist schade, denn vieles an der HD-Version hätte dem Spiel gutgetan.

    Trotzdem bleibt das Kernspiel über weite Strecken brillant. Die Kämpfe fühlen sich dynamisch an, das Erkunden des weitläufigen Ozeans hat seine eigene Magie, und der Soundtrack zählt zu den besten der Reihe. Die Geschichte ist klassisch, überrascht aber mit emotionaler Tiefe, einem menschlichen Ganon und einem bittersüßen Ende. Auch wenn nicht jede der 49 Inseln gleich spannend ist, ist der Umfang für ein Spiel dieser Art mehr als solide.

    Für viele war Wind Waker der Einstieg in die Zelda-Welt – und wer es heute noch einmal (oder zum ersten Mal) spielt, wird schnell verstehen, warum es trotz kleiner Schwächen bis heute zu den Favoriten vieler Fans zählt.

    Gameplay

    Wind Waker spielt sich auch mehr als 20 Jahre nach seinem ursprünglichen Release auf dem GameCube immer noch erstaunlich angenehm. Der größte Wermutstropfen ist allerdings, dass wir auf einige Komfortfunktionen der Wii U-Version verzichten müssen. Die Kamerasteuerung ist invertiert, das Swift Sail fehlt, und besonders im späteren Verlauf des Spiels kann das häufige Hin- und Herwechseln von Items über das Menü den Spielfluss merklich unterbrechen.

    Das Zielen mit dem Bogen ist zudem recht ungenau – die Steuerung über den Analog-Stick reagiert derart empfindlich, dass man schnell mehrere Meter am Ziel vorbeischwebt, obwohl man nur einen kleinen Zentimeter nachjustieren wollte.

    Diese Schwächen fallen im Minutentakt jedoch kaum ins Gewicht. Die Kämpfe machen nach wie vor eine Menge Spaß. Das Z-Targeting funktioniert heute noch genauso zuverlässig wie damals. Der Bumerang trifft sicher sein Ziel, und das Ansteuern entfernter Plattformen mit dem Deku-Blatt vermittelt ein Maß an Freiheit, das auch heute noch selten ist.

    Man merkt dem Spiel sein Alter an einigen Stellen zwar an, doch das Leveldesign ist nach wie vor einzigartig. Sicher, manche Dungeons sind etwas zu leicht geraten – doch das mindert den Spielspaß nur wenig.

    Visuals

    Auf die Gefahr hin, im weiteren Verlauf wie eine kaputte Schallplatte zu klingen: Wind Waker liefert auch nach 20 Jahren visuell noch gut ab. Der Cel-Shading-Artstyle, damals von vielen kritisch beäugt, ist erstaunlich gut gealtert. Wäre das Spiel nicht im 4:3-Format, könnte man ihm das Alter sogar noch leichter verzeihen – und wieder stellt sich die Frage: „Warum gebt ihr uns nicht einfach die Wii U-Version?“

    Die Wii U-Fassung brachte HD-Auflösung, 16:9-Bildformat, einen wunderschönen Bloom-Effekt und eine detailreichere Beleuchtung mit sich. Die Farben im Original sind kräftiger – manche bevorzugen genau das. Ich persönlich finde beide Farbpaletten auf ihre Weise schön und würde keine der anderen vorziehen. Den ganzen Rest hätte ich allerdings nur allzu gerne gehabt.

    Die Switch 2 skaliert das Spiel immerhin um den Faktor zwei hoch, was zu einem ausreichend guten Gesamteindruck führt. Die Umgebungen sind abwechslungsreich und haben ihren ganz eigenen Charme. Besonders die ersten beiden Dungeons sind optisch sehr gelungen. Auch der Ozean ist wunderschön – was gut ist, denn wir verbringen viel Zeit darauf.

    Am Ende bleibt aber doch ein Wermutstropfen: das Wissen darum, was wir stattdessen hätten bekommen können.

    Atmosphäre

    Wind Waker hat einen der besten Soundtracks der gesamten Reihe. Die MIDI-Klänge der N64-Spiele weichen hier einem verspielten, abenteuerlichen Score. Teilweise gibt es sogar instrumentale Begleitung – aber einen orchestralen Soundtrack gab es nicht.

    Die Musik ist oft fröhlich und unbeschwert. Besonders das Theme, zu dem wir den Ozean erkunden, ist ein absoluter Banger. Dragon Roost Island ist auch heute noch legendär, und die Boss-Themes sind durchweg großartig. Gerade Jalhalla, das von vielen eher ausgelassen wird, finde ich persönlich besonders gelungen.

    Doch nicht nur der Sound trägt zur Atmosphäre bei. Für ein so kindliches Spiel erleben wir hier erstaunlich viel: stimmungsvolle Beleuchtung, expressive Charaktere und eine überraschend vielschichtige Story. Vielleicht wirkt sich an dieser Stelle sogar die etwas ernstere Farbpalette der Gamecube-Version positiv auf das Gesamtbild aus.

    Story

    Wind Waker erzählt eine klassische Heldenreise. An seinem elften Geburtstag wird Links Schwester Aryll von einem riesigen Vogel entführt. Um sie zu retten, schließt sich Link einer Piratenbande unter der frechen Anführerin Tetra an. Der Befreiungsversuch auf der Verwunschenen Bastion scheitert jedoch, und Link wird ins Meer geworfen – wo ihn ein sprechendes Boot namens Roter Leuenkönig aufliest.

    Gemeinsam bereisen sie die See, sammeln ein Segel und machen sich auf die Suche nach drei heiligen Perlen, um Ganondorf aufzuhalten, der neben Aryll auch andere spitzohrige Mädchen entführt hat. Auf Dragon Roost Island und in den nächsten Regionen helfen wir Medli und Makar, ihre Tempel zu befreien, und erhalten die ersten beiden Perlen. Als wir zur dritten reisen wollen, ist die Insel bereits zerstört. Mit Hilfe der Piraten erreichen wir dennoch Jabbun und erhalten die letzte Perle.

    Im Turm der Götter beweisen wir uns, tauchen in die versunkene Welt von Hyrule hinab und bergen das Master-Schwert. Mit neuer Kraft besiegen wir das Vogelmonster und befreien die gefangenen Mädchen – doch Ganondorf bleibt übermächtig. Um das Master-Schwert wieder vollständig zu erwecken, begleiten uns Medli und Makar in zwei weitere Dungeons.

    Es folgt die berüchtigte Triforce-Suche. Wer vorher die Welt erkundet hat, kann diese Passage recht zügig abschließen – aufwändig, aber nicht frustrierend. Statt eines zusätzlichen Dungeons will das Spiel, dass wir die Weite des Meeres erleben.

    Emotionaler Kern bleibt Links Großmutter, die uns liebevoll großzog und mit der wir bei Arylls Rettung auch sie zurücklassen. Später treffen wir sie in tiefer Trauer wieder – eine Szene, die auch beim fünften Durchlauf noch berührt. Mit einer Fee heilen wir sie, und fortan stärkt sie uns mit ihrer Suppe.

    Zum Finale: Tetra entpuppt sich als Zelda, wir werden von Ganondorf entführt, und der Rote Leuenkönig offenbart sich als Daphnes Nohansen, letzter König von Hyrule. Link ist nicht der wiedergeborene Held der Zeit, sondern ein neuer Held: der Held des Windes. Im letzten Gefecht versucht Ganondorf, das Triforce zu nutzen, um Hyrule zurückzubringen – doch der König kommt ihm zuvor und wünscht sich, dass Hyrule endgültig untergeht.

    Ganon, der letztlich besiegt wird, ist dabei nicht das pure Böse. Er wirkt fast tragisch – aufgewachsen in der Wüste, kämpfte er einst für sein Volk. Wenn es je einen Nintendo-Antagonisten mit nachvollziehbaren Motiven gab, dann ist es dieser Ganon

    Umfang

    Wind Waker lässt sich in rund 20 Stunden abschließen, wenn man der Hauptquest folgt und das Nötigste an Nebeninhalten mitnimmt – und dabei wird es nie langweilig. Immer wieder bekommt man Hinweise darauf, was es abseits des Weges noch zu entdecken gäbe.

    Allerdings bietet nicht jede der insgesamt 49 Inseln wirklich kreative Inhalte. Sechs davon sind Piratenbasen, die sich sehr ähneln, vier weitere sind Feenquellen mit kaum Variation, und etwa fünf bis zehn bestehen lediglich aus Felsen oder kleinen Grasinseln, die weder Rätsel noch sonstige Highlights bereithalten.

    Würden diese 15 Inseln durch kleinere Rätselherausforderungen oder vielleicht einen zusätzlichen Quest-Hub mit Dungeon ersetzt, würde sich der Ozean etwas weniger leer anfühlen. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau – das Spiel zwingt einen nie dazu, viel Zeit auf diesen Inseln zu verbringen.

    Bonus

    Wer bis hierhin gelesen hat, weiß: Ich habe ein kleines Hühnchen mit der GameCube-Version zu rupfen. Wind Waker war das erste Zelda, das ich je durchgespielt habe, und es hat bis heute einen sehr warmen Platz in meinem Herzen.

    Es wird vermutlich Jahre dauern, bis wir ein neues 3D-Zelda bekommen. Das nächstbeste – abgesehen von Breath of the Wild und Tears of the Kingdom, die wir bereits auf der Switch erleben konnten – ist vielleicht ein neues Hyrule Warriors, möglicherweise sogar ohne Link.

    Umso bedauerlicher ist es, dass dieses großartige Spiel auf einer neuen Nintendo-Konsole immer noch aussieht wie vor 23 Jahren. Wind Waker hätte ein moderneres Gewand verdient. Und wir hätten es verdient, die definitive Version spielen zu dürfen.

  • Uncharted 4: A Thiefs End

    Uncharted 4: A Thiefs End

    Uncharted 4: A Thief’s End ist ein Action-Adventure-Spiel von Naughty Dog und der Abschluss der Geschichte um den Schatzsucher Nathan Drake. Die Handlung beginnt einige Jahre nach den Ereignissen des dritten Teils: Nathan hat sich aus dem Abenteurerleben zurückgezogen und lebt ein ruhiges Leben mit seiner Frau Elena. Doch als sein totgeglaubter Bruder Sam plötzlich auftaucht und um Hilfe bittet, wird Nathan erneut in ein gefährliches Abenteuer gezogen.

    Gemeinsam machen sich die Brüder auf die Suche nach dem legendären Schatz des Piratenkapitäns Henry Avery. Ihre Reise führt sie durch spektakuläre Schauplätze auf der ganzen Welt – von verlassenen Gefängnissen über exotische Inseln bis hin zu versteckten Piratenstädten. Dabei treffen sie auf alte Bekannte wie Sully und neue Widersacher, darunter die skrupellosen Schatzjäger Rafe Adler und Nadine Ross.

    Im Verlauf des Spiels wird nicht nur Nathans Vergangenheit weiter beleuchtet, sondern auch zentrale Themen wie Familie, Loyalität und das Aufgeben von alten Träumen. Die Geschichte kulminiert in einem emotionalen Finale, das Nathans Entwicklung als Charakter abschließt. Uncharted 4 kombiniert filmreife Inszenierung mit packendem Gameplay und wird vielfach als würdiger und berührender Abschluss der Reihe gelobt.

  • Journey

    Journey

    Journey ist ein meditativer, emotionaler Indie-Titel, der mit minimalistischer Erzählweise und künstlerischer Ästhetik beeindruckt. Der Spieler schlüpft in die Rolle einer namenlosen, in einen Schal gehüllten Gestalt, die sich auf eine Pilgerreise durch eine weitläufige Wüstenlandschaft begibt – stets mit einem fernen Berggipfel als Ziel vor Augen. Ohne Worte, Text oder konventionelle Erklärungen entfaltet sich ein stilles Abenteuer über Aufbruch, Verlust, Hoffnung und Verbundenheit.

    Das Gameplay ist bewusst reduziert: Man gleitet durch Sanddünen, erkundet alte Ruinen und nutzt musikalisch unterstützte Sprünge, um kurze Flugphasen zu meistern. Die Steuerung ist einfach, aber ausdrucksstark, und die Welt wirkt gleichzeitig leer und lebendig – getragen von einem atmosphärischen Soundtrack, der sich dynamisch an das Geschehen anpasst.

    Ein zentrales Element ist das Online-Spiel: Ohne Kommunikation per Sprache oder Text begegnet man gelegentlich anderen Spielern, mit denen man wortlos interagiert. Diese Begegnungen – flüchtig, aber bedeutsam – prägen das Erlebnis nachhaltig und verleihen Journey eine zutiefst menschliche Dimension.

    Mit einer Spielzeit von etwa zwei Stunden ist Journey kompakt, doch inhaltlich tiefgreifend. Es ist weniger Spiel im klassischen Sinn als ein interaktives Kunstwerk – still, poetisch und emotional berührend. Ein unvergesslicher digitaler Pilgerweg.

  • Horizon: Forbidden West

    Horizon: Forbidden West

    Horizon Forbidden West ist die epische Fortsetzung von Horizon Zero Dawn und führt die Geschichte der Jägerin Aloy in eine neue, faszinierende Region – den Verbotenen Westen. In einer postapokalyptischen Welt, in der Natur und Technologie auf beeindruckende Weise verschmelzen, sucht Aloy nach der Quelle einer geheimnisvollen Seuche, die das Gleichgewicht der Erde bedroht. Dabei trifft sie auf neue Stämme, gefährliche Maschinen und dunkle Geheimnisse der Vergangenheit.

    Das Spiel überzeugt mit einer offenen Welt von atemberaubender Schönheit: üppige Dschungel, karge Wüsten, versunkene Städte und schneebedeckte Berge wechseln sich nahtlos ab. Dank detaillierter Grafik, lebendiger Fauna und dynamischem Wetter wirkt die Welt glaubwürdig und lebendig. Besonders beeindruckend ist das überarbeitete Klettersystem und die neue Tauchmechanik, die noch mehr Erkundungsmöglichkeiten bieten.

    Kämpfe sind taktisch fordernd, vor allem gegen die ikonischen Maschinenwesen, die jetzt noch variantenreicher auftreten. Aloy steht ein erweitertes Arsenal an Waffen, Werkzeuge und Fähigkeiten zur Verfügung, mit denen sich der eigene Spielstil flexibel anpassen lässt.

    Forbidden West ist erzählerisch tiefgründig, spielerisch vielfältig und technisch auf höchstem Niveau. Es erweitert konsequent die Stärken des Vorgängers und festigt Aloys Platz als eine der markantesten Heldinnen moderner Videospiele. Ein mitreißendes Abenteuer zwischen Mensch, Natur und Maschine.

  • Uncharted 3: Drakes Deception

    Uncharted 3: Drakes Deception

    Uncharted 3: Drake’s Deception ist das dritte Kapitel in Nathan Drakes cineastischer Abenteuerserie – ein actiongeladenes Spiel, das zwischen Schatzsuche, persönlicher Identität und weltumspannender Verschwörung pendelt. Diesmal führt Drakes Reise tief in die arabische Wüste, auf der Spur der legendären verlorenen Stadt „Ubar“ – begleitet von alten Freunden und verfolgt von einer geheimen Organisation, die mehr über seine Vergangenheit weiß, als ihm lieb ist.

    Das Spiel überzeugt mit spektakulären Setpieces: von brennenden Herrenhäusern über sinkende Schiffe bis hin zu stürmischen Flugzeugabstürzen. Jede Szene ist filmreif inszeniert und treibt das Tempo hoch, ohne die Erzählung zu vernachlässigen. Dabei steht nicht nur die Action im Mittelpunkt – auch die Beziehung zwischen Nathan und seinem Mentor Sully wird weiter vertieft und emotional nuanciert dargestellt.

    Spielerisch bietet Uncharted 3 eine bewährte Mischung aus Schießereien, Kletterpassagen und Rätseln. Verbesserte Nahkampftechniken und abwechslungsreiche Leveldesigns sorgen für frischen Wind, während Grafik, Animation und Sprachausgabe das Spiel auch technisch auf ein hohes Niveau heben.

    Drake’s Deception ist ein Abenteuerfilm zum Mitspielen: charmant, dramatisch, rasant – und ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie stark narrative und spielerische Elemente ineinandergreifen können. Ein würdiger Höhepunkt der Trilogie.

  • Astro Bot

    Astro Bot

    Astro Bot ist ein exklusives 3D-Plattformspiel für die PlayStation 5, entwickelt von Team Asobi. Es bietet über 80 Level, verteilt auf sechs Galaxien mit verschiedenen Biomen wie Wäldern, Stränden und Vulkanen. Der Spieler steuert den charmanten Roboter Astro, der mit 15 neuen Fähigkeiten ausgestattet ist, darunter Luftsprints und Kletterhandschuhe, um seine verstreute Crew zu retten.

    Das Spiel nutzt die Funktionen des DualSense-Controllers voll aus, einschließlich haptischem Feedback und adaptiven Triggern, um ein immersives Erlebnis zu bieten. Astro Bot ist bekannt für seine kreativen Leveldesigns, die zahlreiche Anspielungen auf die PlayStation-Geschichte enthalten, und wurde für seine Originalität und Zugänglichkeit gelobt.

    Mit einer Spielzeit von etwa 12 Stunden für die Hauptstory und bis zu 25 Stunden für das Erreichen aller Trophäen bietet Astro Bot sowohl für neue Spieler als auch für langjährige Fans ein unterhaltsames und nostalgisches Abenteuer.

  • Marvels Spider-Man 2

    Marvels Spider-Man 2

    Marvel’s Spider-Man 2 ist die spektakuläre Fortsetzung der gefeierten Actionreihe von Insomniac Games und bringt gleich zwei Spinnenhelden in den Mittelpunkt: Peter Parker und Miles Morales. Gemeinsam stellen sie sich neuen Bedrohungen in einem deutlich erweiterten, lebendigen New York – diesmal inklusive Queens und Brooklyn. Die Geschichte ist persönlicher, dunkler und emotional tiefgründiger als je zuvor, vor allem durch das Auftreten des Symbionten Venom und die inneren Konflikte, die er mit sich bringt.

    Spieler können nahtlos zwischen Peter und Miles wechseln, wobei jeder Held seinen eigenen Kampfstil, Fähigkeiten und Upgrades besitzt. Die akrobatischen Kämpfe, das blitzschnelle Schwingen durch die Straßenschluchten und das dynamische Missionsdesign wurden weiter verfeinert. Neue Gadgets, symbiotische Kräfte und Kombos sorgen für noch mehr Abwechslung und Wucht in den Auseinandersetzungen.

    Technisch ist Spider-Man 2 ein Meisterwerk – mit beeindruckendem Raytracing, geschmeidigen Animationen und filmreifer Inszenierung. Auch abseits der Hauptmissionen gibt es viel zu entdecken: Nebenquests, Sammelobjekte und emotionale Momente stärken die Verbindung zu den Figuren.

    Marvel’s Spider-Man 2 ist nicht nur ein Superheldenspiel, sondern auch ein erzählerisch packendes Drama über Verantwortung, Identität und Freundschaft. Ein kraftvoller, emotionaler Höhenflug, der Fans und Neulinge gleichermaßen begeistert.

  • God of War: Ragnarök

    God of War: Ragnarök

    God of War: Ragnarök ist der epische Abschluss der nordischen Saga um Kratos und seinen Sohn Atreus. Das Spiel knüpft direkt an die Ereignisse des Vorgängers an und entfaltet eine tiefgründige Geschichte über Familie, Schicksal und den Kampf gegen den drohenden Weltuntergang – Ragnarök. Dabei geraten Vater und Sohn erneut in den Konflikt zwischen Göttern und Riesen, während sie versuchen, ihren Platz in einer Welt voller Prophezeiungen zu finden.

    Spielerisch bleibt Ragnarök dem bewährten Mix aus intensiven Kämpfen, cleveren Rätseln und weitläufiger Erkundung treu, verfeinert jedoch viele Mechaniken. Neue Waffenfähigkeiten, mehr Vertikalität im Leveldesign und zusätzliche spielbare Charaktere bringen frische Dynamik. Die Bosskämpfe sind spektakulärer und abwechslungsreicher denn je – sowohl inszenatorisch als auch spielerisch.

    Besonders herausragend ist die emotionale Tiefe der Geschichte. Die Beziehung zwischen Kratos und Atreus steht erneut im Zentrum, geprägt von Fürsorge, Konflikten und wachsendem Vertrauen. Die Inszenierung ist kinoreif, unterstützt von grandioser Musik, exzellentem Voice Acting und atemberaubender Grafik.

    God of War: Ragnarök ist nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein emotionales – ein wuchtiger, kluger Abschluss, der seine Figuren wachsen lässt und selbst Götter menschlich erscheinen lässt. Ein würdiger Höhepunkt der Reihe.

  • The Last of Us Part II

    The Last of Us Part II

    The Last of Us Part II ist ein intensives, emotional herausforderndes Action-Adventure, das die Geschichte von Ellie fünf Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils fortsetzt. In einer brutal zerfallenen Welt, in der Gewalt zur Norm geworden ist, erzählt das Spiel von Rache, Schuld, Verlust und den moralischen Grauzonen menschlichen Handelns. Ellies Weg wird zur gnadenlosen Spirale der Vergeltung – und zwingt Spieler:innen, ihre Perspektiven mehrfach zu hinterfragen.

    Spielerisch bleibt Teil II dem bewährten Mix aus Stealth, direkter Action und Ressourcenmanagement treu, erweitert ihn jedoch um neue Bewegungsmöglichkeiten, eine verbesserte KI und größere, offenere Areale. Die Kämpfe sind intensiver, realistischer und oft verstörend – jede Auseinandersetzung wirkt persönlich, jeder Schuss hat Gewicht.

    Technisch setzt das Spiel Maßstäbe: Mimik, Animationen und Umgebungsdetails erreichen ein bisher kaum gekanntes Niveau, was die emotionale Wucht der Geschichte noch verstärkt. Auch Sounddesign und Musik (erneut von Gustavo Santaolalla) tragen viel zur dichten Atmosphäre bei.

    The Last of Us Part II ist kein leichtes Spiel, weder thematisch noch emotional. Es polarisiert, weil es Grenzen auslotet – aber genau darin liegt seine Stärke. Ein mutiges, kompromisslos erzähltes Meisterwerk, das lange nach dem Abspann im Gedächtnis bleibt.

  • Uncharted 2: Among Thieves

    Uncharted 2: Among Thieves

    Uncharted 2: Among Thieves gilt als einer der Höhepunkte cineastischer Actionspiele und festigte Nathan Drakes Ruf als moderner Abenteurer zwischen Indiana Jones und James Bond. Im Zentrum steht die Suche nach der sagenumwobenen Stadt Shambhala und dem legendären Schatz von Marco Polo. Doch wie immer ist der Weg dorthin gepflastert mit Verrat, moralischen Dilemmata und explosiven Begegnungen mit skrupellosen Widersachern.

    Von den Dächern Istanbuls über verschneite tibetische Berge bis hin zu kollabierenden Hochhäusern: Among Thieves setzt neue Maßstäbe für Inszenierung, Tempo und Dramatik. Jede Szene ist dynamisch gestaltet, mit beeindruckenden Übergängen zwischen Zwischensequenz und Gameplay. Besonders das berüchtigte Zug-Level gilt bis heute als Meisterstück interaktiver Action.

    Spielerisch kombiniert das Spiel flüssige Deckungsschießereien, Klettereinlagen, Rätsel und Nahkämpfe. Dabei sorgt ein verbessertes Kampfsystem für mehr Flexibilität, und die Umgebung wird geschickt ins Gameplay integriert. Auch die Charakterentwicklung kommt nicht zu kurz: Die Beziehungen zu Chloe, Elena und Sully gewinnen an Tiefe, und Nathan selbst wird mit den Konsequenzen seiner Gier nach Ruhm konfrontiert.

    Uncharted 2: Among Thieves ist mehr als ein Spiel – es ist ein interaktiver Abenteuerfilm voller Spannung, Witz und Herz. Ein moderner Klassiker, der zeigt, wie fesselnd Videospiel-Erzählungen sein können.

  • Ratchet and Clank

    Ratchet and Clank

    Ratchet & Clank (2016) ist ein Reboot des ersten Teils der beliebten Action-Plattformer-Reihe und erschien begleitend zum gleichnamigen Animationsfilm. Es erzählt die Ursprungsgeschichte des Lombax-Mechanikers Ratchet und seines kleinen Roboterfreundes Clank neu – mit frischem Humor, überarbeiteter Inszenierung und moderner Grafik. Die beiden Helden stolpern in ein galaktisches Abenteuer, als sie sich dem heldenhaften Galaktischen Ranger-Team anschließen und gegen den größenwahnsinnigen Chairman Drek kämpfen.

    Das Spiel kombiniert klassische Jump’n’Run-Elemente mit Third-Person-Shooter-Gameplay, wobei das Herzstück das extravagante Waffenarsenal ist: Von der Groovitron-Disco-Kugel bis zum Pixelizer, der Gegner in Retro-Pixel verwandelt, steckt jeder Kampf voller kreativer Möglichkeiten. Die Steuerung ist präzise, das Trefferfeedback knackig und das Tempo angenehm abwechslungsreich.

    Visuell ist Ratchet & Clank ein echtes Highlight – farbenfroh, detailliert und mit flüssiger Performance. Die Zwischensequenzen sind filmreif und gehen nahtlos ins Gameplay über. Auch der kindgerechte, aber keineswegs infantile Humor trägt zur charmanten Gesamtwirkung bei.

    Ob für Neueinsteiger oder Nostalgiker: Ratchet & Clank (2016) ist ein gelungener Neustart, der klassische Stärken mit modernen Akzenten verbindet. Ein leicht zugängliches, aber keineswegs seichtes Abenteuer – unterhaltsam, witzig und technisch beeindruckend.

  • Detroit Becomes Human

    Detroit Becomes Human

    Detroit: Become Human ist ein narratives, interaktives Drama von Quantic Dream, das die Grenze zwischen Mensch und Maschine thematisiert. In einer nahen Zukunft, in der Androiden zum festen Bestandteil des Alltags gehören, erzählt das Spiel die Geschichten dreier künstlicher Protagonist:innen – Kara, Connor und Markus – deren Entscheidungen den Verlauf einer gesellschaftlichen Revolution mitbestimmen.

    Spieler lenken die Handlung aktiv durch dialogbasierte Entscheidungen, moralische Dilemmata und Quick-Time-Events. Jede Wahl hat Konsequenzen: Charaktere können sterben, Wege sich verzweigen, ganze Kapitel unterschiedlich verlaufen. Diese Struktur verleiht dem Spiel eine enorme narrative Tiefe und einen hohen Wiederspielwert.

    Thematisch greift Detroit: Become Human komplexe Fragen auf: Was macht ein Wesen menschlich? Wo endet Programmierung und wo beginnt freier Wille? Wie sieht Gleichheit in einer technologisierten Gesellschaft aus? Dabei bleibt das Spiel emotional zugänglich, mit eindrucksvoll inszenierten Szenen, starker Musik und filmreifer Grafik.

    Besonders hervorzuheben ist die Detailverliebtheit in Welt und Charakteranimationen sowie die schauspielerische Leistung des Motion-Capture-Casts. Trotz einiger erzählerischer Klischees gelingt es dem Spiel, eine fesselnde, moralisch ambivalente Geschichte zu erzählen.

    Detroit: Become Human ist ein interaktiver Thriller, der zum Nachdenken anregt – über Empathie, Kontrolle und das Menschsein im Zeitalter der Maschinen.

  • Ghost of Tsushima

    Ghost of Tsushima

    Ghost of Tsushima ist ein atmosphärisches Open-World-Actionspiel, das im späten 13. Jahrhundert auf der japanischen Insel Tsushima spielt – zur Zeit der ersten mongolischen Invasion. Als Jin Sakai, ein ehrenhafter Samurai, steht der Spieler vor der Wahl, seine traditionellen Werte aufzugeben, um mit unkonventionellen Mitteln sein Volk zu retten. Dieser innere Konflikt – zwischen Ehre und Überleben – durchzieht das gesamte Spiel und verleiht der Erzählung emotionale Tiefe.

    Spielerisch bietet Ghost of Tsushima eine offene Welt von beeindruckender Schönheit, voller Kirschblüten, Bambuswälder und malerischer Schreine. Statt klassischer Wegpunkte führt der Wind zur nächsten Aufgabe – eine elegante Designentscheidung, die Immersion und Exploration fördert. Die Kämpfe sind präzise, taktisch und brutal: klassische Duelle, lautlose Attentate und der Einsatz verschiedener Kampfhaltungen bestimmen den Spielfluss.

    Die Inszenierung erinnert an klassische Samurai-Filme, visuell wie musikalisch. Besonders sticht der optionale „Kurosawa-Modus“ hervor, der das Spiel in stilvolles Schwarz-Weiß mit Filmkörnung taucht. Auch Nebenquests, Gedichte, Haikus und Schwertübungen fügen sich stimmig ins Gesamtbild ein.

    Ghost of Tsushima ist eine Hommage an das alte Japan, ein episches Rachemärchen und ein emotionales Porträt eines Mannes, der zum Geist wird. Stilvoll, tiefgründig und unvergleichlich stimmungsvoll.

  • Marvels Spider-Man: Miles Morales

    Marvels Spider-Man: Miles Morales

    Marvel’s Spider-Man: Miles Morales ist ein eigenständiges Spin-off und gleichzeitig eine Fortsetzung von Marvel’s Spider-Man (2018). Im Mittelpunkt steht nun Miles Morales, ein junger Held mit eigenen Kräften, eigener Geschichte und einer frischen Perspektive auf das Dasein als Spider-Man. Während Peter Parker auf Reisen ist, liegt die Verantwortung für New York auf Miles‘ Schultern – und die Bedrohung lässt nicht lange auf sich warten: Eine Hightech-Untergrundorganisation und ein skrupelloser Energiekonzern bringen Harlem in Gefahr.

    Spielerisch bleibt das Grundgerüst vertraut: dynamisches Netzschwingen, präzise Kämpfe und eine offene Stadt voller Aktivitäten. Neu sind jedoch Miles’ einzigartige Fähigkeiten, etwa seine bioelektrischen „Venom“-Attacken und die Möglichkeit zur Unsichtbarkeit – beide fügen dem Kampfsystem taktische Tiefe hinzu und machen ihn spürbar anders als Peter.

    Die Inszenierung ist filmreif, unterstützt von beeindruckender Technik: Raytracing, schnelle Ladezeiten und lebendige Umgebungen lassen New York in neuem Glanz erstrahlen – besonders eindrucksvoll in der winterlichen Kulisse. Der Soundtrack mischt orchestrale Superheldenklänge mit urbanem Hip-Hop und passt perfekt zu Miles’ Identität.

    Spider-Man: Miles Morales ist kürzer als der Hauptteil, aber in sich stimmig, emotional und mitreißend. Ein starkes Kapitel über Verantwortung, Familie, Zugehörigkeit – und darüber, was es heißt, sein eigener Held zu sein.

  • Horizon: Zero Dawn

    Horizon: Zero Dawn

    Horizon: Zero Dawn ist ein packendes Open-World-Action-RPG, das eine einzigartige postapokalyptische Vision entwirft: In einer fernen Zukunft haben sich Natur und Technologie zu einer neuen Weltordnung verwoben. Die Menschheit lebt in Stammeskulturen, während riesige, tierähnliche Maschinen durch Wälder, Steppen und Berge streifen. Inmitten dieser Welt wächst die junge Jägerin Aloy auf – als Ausgestoßene, die nach ihrer Herkunft und nach Antworten auf das Schicksal der alten Welt sucht.

    Das Spiel bietet eine weitläufige, wunderschön gestaltete Spielwelt mit Tag-Nacht-Zyklus, dynamischem Wetter und zahlreichen Möglichkeiten zur Erkundung. Kämpfe sind taktisch geprägt: Mit Bogen, Fallen und cleverer Planung lassen sich selbst gigantische Maschinen bezwingen. Das Schwächen-Scannen und gezielte Zerstören einzelner Komponenten verleiht den Auseinandersetzungen Tiefe und Vielfalt.

    Neben der Hauptquest überzeugt Horizon: Zero Dawn auch mit starken Nebenfiguren, spannenden Nebengeschichten und einer überraschend philosophischen Hintergrundgeschichte über KI, Umweltzerstörung und Menschlichkeit. Die Kombination aus archaischer Stammeswelt und hochentwickelter Technologie erzeugt eine unverwechselbare Atmosphäre.

    Mit Aloy als starker, empathischer Hauptfigur und einem durchdachten Gameplay-Loop setzt Horizon: Zero Dawn einen Meilenstein im Open-World-Genre. Ein fesselndes Abenteuer, das ebenso zum Staunen wie zum Nachdenken einlädt.

  • Uncharted 1: Drakes Fortune

    Uncharted 1: Drakes Fortune

    Uncharted: Drake’s Fortune markierte 2007 den Beginn einer der ikonischsten Action-Adventure-Reihen der Videospielgeschichte. Als charmant-verwegener Schatzjäger Nathan Drake begibt sich der Spieler auf eine gefährliche Reise durch den Dschungel Mittelamerikas, auf der Suche nach dem sagenumwobenen El Dorado – angeblich im Erbe seines Vorfahren Sir Francis Drake verborgen. Doch wie so oft ist Nathan nicht allein auf der Jagd nach dem Schatz, und schon bald eskaliert die Expedition zu einem Überlebenskampf.

    Das Gameplay kombiniert temporeiche Schießereien aus der Schulterperspektive mit akrobatischen Kletterpassagen und leichten Umgebungsrätseln. Dabei war Drake’s Fortune seinerzeit für seine filmreife Inszenierung, flüssige Animationen und nahtlose Übergänge zwischen Zwischensequenzen und Gameplay revolutionär. Vor allem die natürliche, humorvolle Chemie zwischen Nathan, der Reporterin Elena Fisher und Mentor Sully trug viel zur Identifikation bei.

    Die tropischen Inselkulissen, detailreichen Ruinen und dramatischen Kamerafahrten schufen eine Atmosphäre, die stark von Abenteuerfilmen wie Indiana Jones inspiriert ist. Trotz kleinerer Gameplay-Schwächen im Vergleich zu späteren Teilen legte Uncharted 1 den Grundstein für eine ganze Generation cineastischer Erzählspiele.

    Drake’s Fortune ist ein temporeiches, unterhaltsames Abenteuer mit Herz, Witz und einem Gespür für klassische Schatzsucherromantik – ein starker Auftakt für eine legendäre Reihe.

  • Hogwarts Legacy

    Hogwarts Legacy

    Hogwarts Legacy ist ein Action-Rollenspiel, das 2023 von Portkey Games und Avalanche Software veröffentlicht wurde. Es spielt im 19. Jahrhundert – lange vor den Ereignissen der Harry Potter-Bücher – und erlaubt es den Spieler:innen, ihr eigenes magisches Abenteuer in der Welt von Hogwarts zu erleben.

    Die Geschichte beginnt mit der Ankunft einer neuen Schülerin bzw. eines neuen Schülers in Hogwarts, die/der überraschenderweise als Fünftklässler:in aufgenommen wird. Der eigene Charakter entdeckt eine mysteriöse, alte Magie, die nur wenige wahrnehmen können – und die mit dunklen Geheimnissen verbunden ist. Eine Rebellion der Kobolde unter der Führung von Ranrok sowie dunkle Magier bedrohen die magische Welt, und es liegt an den Spieler:innen, dem Ursprung dieser Macht auf den Grund zu gehen.

    Spieler:innen wählen ihr Haus, besuchen Unterricht (z. B. Zauberkunst, Tränke, Verteidigung gegen die dunklen Künste), lernen Zaubersprüche und erkunden eine weitläufige offene Welt, die über Hogwarts hinausgeht – etwa Hogsmeade, den Verbotenen Wald und neue, bisher unbekannte Orte.

    Hogwarts Legacy bietet umfangreiche Charakteranpassung, ein ausgearbeitetes Crafting- und Talentsystem sowie actionreiche Kämpfe mit Zauberduellen. Das Spiel richtet sich an Fans der Zauberwelt, ohne auf direkte Figuren aus den Büchern oder Filmen zurückzugreifen, und bietet dabei ein eigenständiges, immersives Fantasy-Erlebnis.